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History
Das Freizeitheim Linden - das erste Freizeitheim
In der Bundesrepublik

Am 28. Januar 1961 wurde das Freizeitheim Linden als erstes seiner Art in der Bundesrepublik eröffnet.
Damals wie heute nutzen im Durchschnitt 10.000 BürgerInnen monatlich die Angebote und
Räumlichkeiten des Freizeitheimes und des Ferry, der dort ansässigen Gastronomie. Vereine,
Verbände, Bürgerinitiativen, Parteien, Gewerkschaften, Chöre, Orchester, der Fischereiverein und der
Bezirksrat Linden-Limmer sind regelmäßig im Freizeitheim Linden zu Gast.

Einen besonderen Stellenwert nimmt bis heute die antifaschistische Arbeit ein. Auf Initiative des
ehemaligen Leiters des Freizeitheimes, Egon Kuhn, wird die Stadtteilgeschichte aufgearbeitet. Im
Freizeitheim selbst erzählen die im Untergeschoss ausgestellte „Arbeiterküche“ und das ebenfalls dort
eingerichtet „Geschichtskabinett“ Geschichten der Lindener Arbeiterschaft aus den 20er und 30er Jahren
und aus der Geschichte des Kampfes der ArbeiterInnen Lindens gegen die Nazis. Heute organisiert die
Geschichtswerksatt und die Otto-Brenner-Akademie eine Vielzahl von Veranstaltungen um die Lehren
aus der Geschichte der ArbeiterInnenbewegung nicht vergessen zu lassen. So entstanden hier im
Freizeitheim die ersten „Alternativen Stadtrundfahrten“ zu Stätten der Nazi-Vergangenheit in Hannover.

Mitte der 60er Jahre wurden hier im Freizeitheim viele Debatten gegen die Notstandsgesetze, den
Bildungsnotstand und den Vietnamkrieg geführt. Im Freizeitheim Linden wurden unter dem Dach der
Gewerkschaftsjugend viele Veranstaltungen organisiert. Sozialdemokraten, Parteilose, Liberale und
Kommunisten trafen sich zur politischen Diskussion. Liedermacher wie Hannes Wader, Franz-Josef
Degenhard oder Dieter Süverkrüp sorgten bei Ihren Auftritten für ein ausverkauftes Haus. Das
Freizeitheim Linden wurde zum Versammlungsort für Studentengruppen und Jugendorganisationen wie
Jungsozialisten, Junge Pioniere, SDAJ und dem SDS.

In den achtziger Jahren gingen viele Aktionen der Friedensbewegung und der Gewerkschaften vom
Freizeitheim aus. Ob gegen die Stationierung von Atomraketen oder für die 35 Stunden-Woche bei
vollem Lohnausgleich. Für die Friedensbewegung und die Gewerkschaften, hier vor allem die IG Metall,
die IG Druck und Papier, die GEW und die HBV war das Freizeitheim ein beliebter Treffpunkt.

Wie die Lindener zu ihrem Freizeitheim stehen hat ihr Engagement für den Erhalt der Stadtteilbücherei
im Freizeitheim Linden gezeigt. Mehr als 25.000 BürgerInnen sprachen sich mit ihrer Unterschrift gegen
die 2013 von der Stadt Hannover dann doch durchgeführte Schließung ihrer Bücherei aus. Udo
Lindenberg, Harry Rowoldt, Miroslav Slomka, der damalige Ministerpräsident Christian Wulf, Klaus Meine
von den Skorpions, Helmut Karrasek und viele andere Prominente unterstützten die Aktion der Lindener
Bürgerinnen und Bürger.

Neben den vielen Treffen und Diskussionen ist das Freizeitheim auch ein Ort von Feiern,
Tanzveranstaltungen und kulturellen Darbietungen. Neben den vielfältigen Angeboten des Freizeitheimes
veranstaltet und begleitet das Ferry, die Gastro im Freizeitheim Linden, eine Vielzahl
von Veranstaltungen. Ab Mai 2015 begrüßt Sie der neue Inhaber Bülent Kurc, seine Familie und das
Gastro-Team des Ferry herzlich in den Räumlichkeiten des Freizeitheims Linden.